Evangelischer Forscherkindergarten
Berlin-Bohnsdorf

Aktuelles

Besuch aus Südkorea

Vor kurzem haben wir ganz interessierten Besuch aus Südkorea gehabt. Warum? Der Termin kam durch die große Präsenz des Apfelbäumchens im Internet und über einen Vortrag an der Hanyang University (www.hanyang.ac.kr/english/) in Seoul zustande.

Und wenn ich auch wüßte, dass
morgen
die Welt unterginge, würde
ich heute noch ein Apfelbäumchen
pflanzen.
Martin Luther

Am Anfang dachten wir, es gäbe kaum Bilder aus alter Zeit von unserem Kindergarten. Immerhin achtzig Jahre lang existiert er nun, zuerst als Dach über dem Kopf und Bibelschule mit angeschlossener Kinderbetreuung. Zumindest zeitweise waren in der ehemaligen Tischlerei über 84 Kinder untergebracht. Das geht aus alten Statistiken hervor, denen auch Lebensmittelmarken beilagen, heute unvorstellbar. Doch nach dem Krieg gab es noch keine Vorschriften zur pädagogischen Nutzfläche, jedes Kind war froh, irgendwo untergekommen zu sein.

Unser evangelischer Kindergarten besteht seit über achtzig Jahren. Zunächst in einer Tischlerei untergebracht, erfolgt 2011 der Umzug in ein neu errichtetes Gebäude in der Nähe der alten Einrichtung. Für uns und für die Kinder zum Vorteil und zur Freude, liegt unser Kindergarten abseits der ohnehin nicht stark befahrenen Schulzendorfer Straße zu ebener Erde im Grünen und in unmittelbarer Waldnähe. Dies bietet uns die Möglichkeit, mit den Kindern ganz nah die Natur zu beobachten, die Veränderungen in den Jahreszeiten mit allen Sinnen wahrzunehmen.

Reinhard Mey hat es besungen und lange vorher auch Luther: das Apfelbäumchen. Nun wurde der Grundstein für einen neuen Kindergarten gleichen Namens gelegt. Das kann auch heißen: Wurzeln werden geschlagen, Samen zum Keimen in die Erde gelegt, Gottes Wort neu verpflanzt. Ein Kindergarten-Neubau ist auch ein starkes Symbol der Hoffnung.

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